Archiv für Kategorie 'Reflexives'

Wettererkenntnis

Das Wetter richtet sich definitiv nach meinem Befinden.

Nach mehrjähriger Studie vermelde ich hiermit: Wenn ich traurig bin, fängt es an zu regnen, wenn ich fröhlich bin, scheint die sonne (auch wenn der Wetterbericht dauernd was von Regen erzählt).

Einzige Einschränkung: ich muss mich außerhalb eines Hauses befinden, damit das Wetter auf mich reagiert.

Letzter Beweis heute beim Mittagessen wollte es grad anfangen mit regnen, als ich mit dem Kakao raus ging um ihn an frischer Luft zu genießen. 2 min später schien die Sonne und es war fast schon wieder zu warm um draußen rumzusitzen.

So. Also freut euch, dass ich in letzter Zeit so gut drauf war!

Prost!

Umgezogen

Kurzes Update: Mein Umzug am Samstag hat gut geklappt, ich wohne jetzt in einer gemütlichen WG in Heidelberg Handschuhsheim (ein Ort, der als “Nobelvorort” bezeichnet wurde, was ich nicht bestätigen kann).

Mein Vormieter hat mir sein Telefon dagelassen:

Telefon

Man sieht es ihm nicht an, aber es hängt an einer ISDN-Anlage.

Die Technik

Wieder gibt es einen Einblick in meine Arbeitsstelle. Heute: Das technische Setup.

Wie in jeder guten Uni, wird auch hier natürlich Linux verwendet. Lange Zeit dachte ich, Unis würden das aus Kostengründen machen, aber das kann zumindest hier nicht der Fall sein. Denn das Linux läuft nicht auf Feld-, Wald- und Wiesen-PCs, sondern auf G5 iMacs, zumindest im Computerpool. Meine erste Aufgabe bestand also — natürlich — darin, zu verhindern, dass die Gruppe Technik mir einen hässlichen, lauten und schwarzen HP-PC hinstellt. Stattdessen habe ich mir einen iMac unter den Nagel gerissen, und Mac OS X installiert. Das war, wie ich dann feststellte, eine Herausforderung für sich. Denn die iMacs — ich wusste auch nicht, dass es sowas überhaupt gibt — haben kein CD- oder DVD-Laufwerk. Also nicht nur ausgebaut und in die Ecke gelegt, sondern das Gehäuse hat nichtmal einen Schlitz dafür.

Meine Rettung in diesem Fall war das Firewire-Kabel meiner iSight-Webcam und der Firewire target disk mode. Damit konnte ich das DVD-Laufwerk meines Laptops benutzen, um Mac OS X auf dem iMac zu installieren (sonst hätte ich natürlich auch meinen iPod benutzen können).

Und so habe ich nun einen iMac mit Mac OS X 10.4 als Arbeitsplatzrechner. Der ist via Netzwerkkabel online. Mein Laptop, den ich im Moment noch — wegen der Coolness, vor allem aber auch wegen der auf meinem Laptop gespeicherten Passwörter — mit zur Arbeit nehme, ist mit oben genanntem Firewire-Kabel an den iMac angeschlossen und darüber online. Das geht solange ganz gut, wie der iMac nicht einschläft, weil das Routing beim aufwachen irgendwie kaputt geht …

Noch fragen?

Eine Woche Heidelberg

Ich fange mal von vorne an.

Was mache ich hier eigentlich?

Ich habe eine halbe Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Computerlinguistik an der Universität Heidelberg. Darin (also in der halben Stelle) mache ich Studienberatung für Bachelor-Studenten, sorge für die Installation von Korpora und Tools und mache noch ein bißchen dies und jenes (darunter fällt z.B. am neuen Studiengang mit integriertem Beifach zu arbeiten oder mir zu überlegen, wie wir uns in der Nacht der Wissenschaft präsentieren).

Unn?

Ei Jo. Ich denke, es war gut, die Uni und die Stadt mal zu wechseln, auch wenn ich natürlich manche Leute vermisse. Aber die Leute, mit denen ich hier zusammenarbeite, sind auch alle recht cool. Ich bin also ziemlich zufrieden.

Mehr kommt vielleicht auch noch.

Weg

So, nur mal ein kurzer Statusbericht: Ich habe Saarbrücken gestern verlassen, verbringe jetzt das Wochenende in Frankfurt bei meinen Eltern (Vollpension! :) ) und fahre am Montag nach Heidelberg zu meinem ersten Arbeitstag. Den Rest des Wochenendes werde ich meinen Computer ausschließlich zum Musik hören nutzen …

Umzugsvorbereitungen

Ich hoffe, meine Nachmieterin weiß zu schätzen, dass diese Wohnung zum Zeitpunkt ihrer Übernahme sauberer sein wird, als sie es jemals war, seit ich hier wohne.

Und: Noch zwei Tage Saarbrücken.

Gedanken zum Umzug

Ein Umzug ist ja immer eine der seltenen Gelegenheiten im Leben, wo man einmal alles was man besitzt in den Fingern hat. Dementsprechend findet man ja auch oft Dinge wieder, die man lange verloren glaubte. Oder stolpert über die Liebesbriefe von und für längst Verflossene Lieben. So ungefähr ging es mir heute. Warum man solche Dinge aufhebt, weiß ich auch nicht so genau. Lesen tut man das ja eh nie wieder.

Da dieser Umzug mein sechster innerhalb von ca. zweineinhalb Jahren ist, bin ich aber mittlerweile darauf konditioniert, bei jedem Ding, was ich in den Händen habe zu überlegen, ob es den Umzug wert ist (viele Dinge haben den Test nicht bestanden). Der Drang, sehr persönliche Briefe und ähnliches aufzuheben und der Drang, das Umzugsgut zu minimieren, widersprechen sich natürlich diametral.

Nun gab es aber eine Erfindung, die zum Beispiel den Umzug einer großen CD-Sammlung sehr vereinfacht: Computer. Oder, um genauer zu sein: Billige Festplatten. Und da es noch eine andere Erfindung gab, die es erlaubt, geschriebene Briefe in digitale Bilder zu verwandeln (vulgo auch als Scanner bezeichnet), zeichnet sich für o.g. Problem eine einfache Lösung ab. Alte Liebesbriefe einscannen, auf einer Festplatte speichern, das Original wegwerfen. Das ist ein total einleuchtender Gedankengang.

Und es macht mir Angst, dass ich es ernsthaft erwogen habe, alte Liebesbriefe einzuscannen und die Originale wegzuwerfen.


Eigentlich sollte das Blog-Posting hier enden. Aber mir dämmert, dass ich vielleicht endlich verstanden haben könnte, was Walter Benjamin mit Aura gemeint hat. Denn die ist es, die durch eine Digitalisierung von Liebesbriefen zertrümmert würde. Oder so.

Livestreamparty

Nur kurz nochmal zu gestern: Meine Abschiedsfeier gestern war sehr schön — ich bedanke mich natürlich bei allen die da waren etc.

Soweit ich das beurteilen kann, hat das mit dem Livestream – abgesehen von einigen Aussetzern – durchaus funktioniert. Ich habe nur hin und wieder mal reingeschaut und zu meiner Freude eine gewisse Chat-Aktivität festgestellt. Scheint also nicht allzu langweilig gewesen zu sein. Gegenmeinungen?

Ich habe übrigens nicht selbst mitgeschnitten, alles was gestern da passiert ist, ist also bereits dem digitalen Nirwana anheimgefallen.

Au Revoir

Die Vorzeichen waren ja kaum zu übersehen, jetzt ist es (fast) amtlich und mache ich es offiziell: Ich verlasse Saarbrücken. Ab dem 1. Oktober bin ich wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Computerlinguistik der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Da gibt’s was umsonst

Nämlich hier. Ich miste aus. Und weil ich ausmiste 2.0, gibt’s eine Webseite dazu. Da kommt wahrscheinlich auch noch was dazu. Also stay tuned.