Sanctuary For All
TV ist tot.
Die taz hatte gestern einen Artikel, wie Internet und DVD-Boxen nicht nur die Film- sondern in besonderer Weise auch die Fernsehindustrie verändern. Dazu passend: Sanctuary.
Sanctuary ist eine Science-Fiction-Serie, die ausschließlich für das Netz produziert wird und auch nur im Netz zu sehen ist. Trotzdem wird sie professionell produziert, hat eine echte Handlung und mit Amanda Tapping (a.k.a. Samantha Carter aus Stargate) eine durchaus namhafte Schauspielerin. Eine Episode kostet 1,99 $ und kann online geschaut oder runtergeladen werden. Das Download-Video gibt es in Quicktime oder WMV und ist – tada! – DRM-frei, d.h. nicht mit irgendeinem Kopierschutz versehen.
Was ich in den ersten beiden Episoden gesehen habe, gefällt mir auch inhaltlich durchaus gut: Es gibt einen echten Spannungsbogen, die Story ist packend und die Charaktere glaubwürdig (also, Science-Fiction-glaubwürdig halt …). Amanda Tapping spielt die Ärztin Dr. Helen Magnus, die eine Einrichtung unterhält, in der Wesen eine Zuflucht geboten wird, die sonst als Monster bezeichnet und gejagt oder deren Existenz verleugnet wird. Zu Beginn der Serie ist sie auf der Suche nach einem Jungen, der in Tschernobyl verstrahlt wurde und jetzt außergewöhnliche Dinge kann. Die einzelnen Episoden sind etwas kurz (ca. 17 Minuten die ersten beiden), deswegen kann ich viel mehr gar nicht sagen.
Mir gefällt das Konzept jedenfalls sehr und ich hoffe sehr, dass die Serie erfolgreich ist.
Episoden Eins und Zwei gibt es übrigens in niedriger Auflösung auch bei YouTube für Umme:
Nachgeschoben: Über die Webseite soll es wohl auch interaktive Elemente geben, die direkt die Serienhandlung beeinflussen. Viel mehr ist aber wohl noch nicht bekannt.
Klingt auf jeden Fall interessant. Ich denke, dass ich mir die Sache auch mal anschauen werde, wenn ich es endlich mal geschafft habe Heroes fertig zu schauen.