Heiligendamm 2007
Ich unterbreche die diplomarbeitsbedingte Blog-Pause für eine Mitteilung: Ich fahre nach Heiligendamm zum G8-Gipfel.

Das heißt, genauer gesagt fahre ich natürlich nach Rostock, denn in Heiligendamm hat man sich ja mit einer Millionen Euro teuren Mauer umgeben. Ich werde dort vor allem an der internationalen Großdemonstration teilnehmen und danach zügig wieder heimfahren. Ich hoffe, dass es irgendeine Art live-blogging via Handy geben wird, aber da kann ich noch nichts versprechen.
Ich habe mal versucht aufzuschreiben, was mich antreibt. Herausgekommen ist ein längerer Text, den es hier zu lesen gibt.
Ich finde Deinen Text deswegen interessant, weil ich mit vielen — fast allen — Deiner individuellen Punkte übereinstimme, aber nicht Deinen Schluss ziehen mag: Ich glaube, die Vielfalt der ganzen Erwägungen und Aussagen die Du nennst, und auch die Vielfalt der Positionen, die insgesamt auf der Demo vertreten werden, sind ein größeres Problem als Du einräumst. Versteh mich nicht falsch: Ich bin nicht dagegen, seine Meinung zu sagen. Aber ich habe das starke Gefühl, dass das Mitmarschieren auf der Demo nicht auf die Weise dazu beiträgt, wie man sich das wünschen würde. (Ich habe auf meinem Blog übrigens ein Post mit der genauen Inversion Deines Titels.) Beste Grüße – m.
Worum geht es eigentlich? Um die Lösung von Problemen oder das “beruhigen” des eigenen Gewissens?
Ich habe das Gefühl, die Initatoren des G8-Gipfels wissen sehr genau was sie wollen, die Gipfelgegner eher nicht.
Nein, ich denke der einzelne “Gipfelgegner” weiß genau was er will – nur ist das eine sehr heterogene Gruppe, die je nach Ausprägung unterschiedliche Dinge in den Mittelpunkt stellt. Da ich mich bemühe Zusammenhänge nicht auszublenden, habe ich damit kein Problem.
Auf Seiten der G8 gibt es im Übrigen auch erhebliche Meinungsdifferenzen.